Auf dem Bild ist zu sehen, wie Timon und Leon Grupe einem Spieler der SG Spvg Egge den Ball abnehmen wollen.

Zum ersten Heimspiel nach der Winterpause stellte sich in Lauenförde die Mannschaft der SG Spvg Egge vor. Das Hinspiel konnten wir in der Eggekampfbahn in Willebadessen nach hartem Kampf mit 2:0 gewinnen. Damals standen wir nach dem Spiel gemeinsam mit dem VfR Borgentreich mit 12 Punkten nach 4 Spielen an der Tabellenspitze. Vor dem Spieltag belegte unser Gast mit 20 Punkten den 12. Platz, wir waren mit 28 Punkten auf Platz 6. Eine Woche zuvor erkämpften wir in unserem ersten Spiel nach der Winterpause in letzter Sekunde ein 2:2 beim TuS Lüchtringen.

Im Spiel gegen die SG Spvg Egge sollte es heute kein langes Abtasten geben. Es wurde schon früh deutlich, wie beide Teams das Spiel angehen wollten. Unser Gast probierte schon in dieser Phase aus einer stabilen Abwehr mit langen Bällen vor unser Tor zu kommen. Wir versuchten, uns zum gegnerischen Tor zu kombinieren. Und unser Plan ging in der Anfangsphase auf: In der 10. Minute bekam Benjamin Koch am linken Strafraumeck den Ball, dribbelte ein paar Schritte nach innen und erzielte mit einem trockenen Schuss ins kurze Eck die 1:0-Führung für die Jungs vom neuen Trainer Stefan Lübke. Leider konnten wir dann diesen Schwung des Führungstreffers nicht nutzen, um ein zweites Tor nachzulegen. Stattdessen kippte das Spiel zu Gunsten der Spvg Egge. Nur 4 Minuten nach unserer Führung kam nach einem haarsträubendem Fehlpass im Spielaufbau Jan Luca Mierse (Egge) an den Ball, konnte von keinem Verteidiger mehr gestoppt werden und schoss den Ball an unserem Keeper Marvin Grone zum 1:1-Ausgleich vorbei ins lange Eck. Nur 6 Minuten später nahm das Unheil seinen Lauf. Wiederum ein individueller Fehler eines unserer Spieler sorgte dafür, dass nach einer Flanke Johannes Koop den Ball nur noch über die Linie „pusten“ musste. Die SG Egge konnte kaum glauben, dass sie hier in Führung gegangen waren. Aus einer halben Chance erzielten sie 2 Tore. Unser Gegner war nun fest entschlossen, diese Führung nicht mehr herzugeben. Jetzt war es nun mal passiert und wir mussten versuchen, gegen eine vor Selbstbewusstsein strotzende und sich immer mehr pushende Mannschaft Torchancen herauszuspielen. Wir versuchten es weiterhin mit Kombinationsfußball. Am 1:2-Pausenrückstand konnten wir nichts mehr ändern.

Die 2. Halbzeit zeigte schon Beginn an, wie das Spiel weiterlaufen sollte: Die SG Spvg Egge verbarrikadierte sich nun vollends in der eigenen Hälfte. Selbst die Angriffsspieler blieben hinter der Mittellinie und waren so das erste Hindernis, an dem unsere Spieler vorbeikommen mussten. Wurde von Egge ein Ball abgefangen, wurde er nach vorne geschlagen auf die beiden Stürmer, die dann die Konter zu Ende fahren sollten. Oft blieb auch der zweite Stürmer in der eigenen Hälfte, um unseren nächsten Gegenangriff zu stoppen.

Der größte Gegner war für uns heute aber nicht die Spvg Egge, sondern unser eigene Platz, der in einem sehr schlechten Zustand war. Ein Kombinationsspiel über mehrere Stationen war schlicht und einfach nicht möglich. Spieler stolperten bei Dribblings über den Ball, weil dieser gerade über einen „Krater“ gerollt war und dann versprang. Die Spieler von Egge brauchten immer wieder bei ihrem Bollwerk nur eine Zehenspitze an den Ball zu bringen, um unsere Angriffsversuche ausreichend zu stören. Wir mussten unsere Pässe präzise schlagen, unsere Dribblings „unfallfrei“ bestreiten, wenn der Ball in unseren Reihen bleiben sollte. Selbst wenn wir nun auch mit „langen Bällen“ spielen wollten, wäre ein Durchkommen kaum möglich. weil der Gegner ja komplett in der eigenen Hälfte stand. Gab es dann doch mal eine Lücke, war uns auch das Glück nicht hold und der Pfosten war im Weg oder der Torschuss ging knapp vorbei. Am Ende blieb es dann leider bei der 1:2-Niederlage gegen den Tabellenzwölften.

Der Sieg der SG Spvg Egge war gar nicht unverdient, weil sie wirklich ihr Herz auf dem Platz gebracht hatten und sich für den heutigen Tag für die richtige Taktik entschieden hatten. Wir hatten schließlich auch mit individuellen Fehlern deren Führung ermöglicht. Es war auch sicher ein Anschauungsunterricht wie man ein Spiel mit einer kompakten und bissigen Defensive gewinnen kann. Und das sind auch legale Mittel. Wir müssen schauen, dass wir aus diesem Spiel auch etwas lernen können. Erfolgreich geht auch so, aber schöner Fußball geht anders. Aber der war auf diesem Platz nicht möglich.