Unsere „Erste“ bleibt im Tabellenkeller hängen. Beim direkten Mitkonkurrenten SV Herste setzte es am vergangenen Sonntag eine bittere 1:2-Niederlage. Besonders ärgerlich: Nach einem perfekten Start und einer frühen Führung hatte man lange Zeit zumindest einen Punkt in der Hand.
Dabei erwischten unsere Blau-Weißen einen Auftakt nach Maß. Bereits in der 4. Minute zeigte der Schiedsrichter nach einem Handspiel auf den Punkt. Henri Michels blieb cool und verwandelte den Handelfmeter zur 1:0-Führung.
Und kurz darauf war sogar das 2:0 möglich. Die Euphorie vom Sieg gegen die SG Drenke/Würgassen war dabei zunächst deutlich zu spüren.
Doch leider hielt der gute Start nicht lange an. Nach etwa 15 bis 20 Minuten nahm der Druck unserer Mannschaft immer mehr ab und Herste übernahm zunehmend das Kommando. Unsere Jungs zogen sich immer weiter zurück und konnten nur noch gelegentlich für Entlastung sorgen. Gefährlich wurde es vor dem Herster Tor allerdings kaum noch.
Dann der nächste Rückschlag: Benni Koch, der an diesem Sonntag die Kapitänsbinde trug, musste in der 40. Minute verletzungsbedingt vom Platz. Spätestens jetzt war klar, dass es sehr schwer werden würde weitere Tore zu erzielen.
Unsere Mannschaft kämpfte, warf sich in die Zweikämpfe und hielt dagegen. Die Abwehr stand lange Zeit ordentlich und ließ trotz der zunehmenden Überlegenheit der Gastgeber nur wenig zu. Doch irgendwann war der Druck einfach zu groß, in der 79. Minute fiel Ausgleichstreffer.
Jetzt hieß es eigentlich: Punkt sichern und irgendwie mit einem „schmutzigen“ 1:1 nach Hause fahren. Doch daraus wurde nichts. In der 90. Minute schlug Herste noch einmal zu und erzielte den 2:1-Siegtreffer. Bitterer kann ein Fußballnachmittag kaum enden.
Dabei muss man unseren Jungs eines ganz klar zugutehalten: Der kämpferische Wille war da! Was an diesem Nachmittag fehlte, waren vor allem die spielerischen Möglichkeiten, um die Gastgeben über längere Phasen vom eigenen Tor fernzuhalten.
Unsere personellen Voraussetzungen waren alles andere als optimal. Gegenüber der Vorwoche fehlten insgesamt fünf Stammspieler, ab der 40. Minute waren es sogar sechs. Unter diesen Umständen beim direkten Konkurrenten Herste zu bestehen, war von vornherein eine schwierige Aufgabe. Den Spielern, die auf dem Platz standen, kann man deshalb keinen Vorwurf machen. Sie haben gekämpft und bis zum Schluss alles versucht.
Die kommenden beiden Spiele haben es in sich. Am 04.10.2026 gastiert der SV Fürstenau-Bödexen im Hegla-Beverstadion, eine Woche später, am 11.10.2026, geht es zum SV Steinheim.
Zwei Gegner aus dem Tabellenkeller – und damit zwei Spiele, in denen unsere „Erste“ unbedingt punkten muss.
Hoffen wir deshalb, dass bis dahin der eine oder andere erfahrene Spieler wieder an Bord ist. Denn gerade in dieser schwierigen Phase braucht unsere junge Mannschaft um Torsten Wegener Erfahrung, Führung und Stabilität.
Noch ist nichts verloren. Aber eines ist klar: Jetzt zählt jeder Punkt!