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1. Mannschaft verliert in Steinheim

Der TSC Steinheim setzt seinen Aufwärtstrend fort, hievt sich dank des zweiten Sieges in Folge auf den drittletzten Tabellen-Platz, klebt jetzt mit nur noch zwei Punkten Rückstand bei einem Spiel weniger am ersten Nichtabsteiger und freut sich über die eigene Effektivität und das wieder

hergestellte unerschütterliche Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Und der FC Blau-Weiß Weser? Agiert ziemlich kopflos mit vielen hoch und lang nach vorne geschlagenen Bällen, vergibt viele dicke Torchancen, kassiert fünf gelbe und eine gelbrote Karte und verliert verdient 0:1 auf Kunstrasen in Steinheim. Der TSC Steinheim hingegen ist nun schon im vierten Spiel ohne Niederlage. „Ich hatte immer das Gefühl, wer hier das erste Tor schießt, geht als Sieger vom Platz“, sagte Norbert Dölitzsch. Sein Team traf zuerst. Wesers spielender Keeper Max Pape dribbelte weit aus seinem Tor, schlug den Ball lang – aber nicht lang genug. Steinheims Sechser Muhammed Bozkurt gewann den Kopfball und leitete damit den sofortigen Konter ein: Fatih Uenal schaltete am schnellsten, überrannte Wesers Innenverteidiger und lupfte den Ball gekonnt aus 25 Metern über den zurückeilenden Pape ins Tor zum 1:0 (63.). Diese Geradlinigkeit in der Spielweise zeichnete den TSC Steinheim aus – und sie fehlte dem FC Weser. Dabei hatte das Team von Heiko Bonan fette Torchancen, selbst in Führung zu gehen. Aber Emre Akyazi grätschte Stefan Lübkes Schuss von der Linie und den Nachschuss von Nico Trepschik fischte Selim Yilanci mit den Fingerspitzen aus dem kurzen Eck (9.). Und Stefan Lübkes Flanke aus 30 Metern, die immer länger wurde, klatschte ans Lattenkreuz (43.). Auf der anderen Seite schoss Lukas Plat zweimal drüber (3. und 31.) und Fatih Uenal scheiterte an Max Pape (42.). Ein gutes, spannendes Spiel mit vielen kleinen Fouls und vielen Zweikämpfen. Die Steinheimer zeigten sich robust und irgendwie cool. Nichts brachte sie aus der Ruhe. Emre Akyazi hatte in Zusammenarbeit mit Erdi Öztürk Wesers Mittelstürmer Nico Trepschik im Griff und Cengiz Altintas schaltete Stefan Lübke aus. Im Mittelfeld kamen die Steinheimer besser zurecht, weil Muhammed Bozkurt und Tuncay Aydin die unaufgeregteren Sechser spielten. Nach dem Führungstor musste Selim Yilanci noch einmal in höchster Not gegen Nico Trepschik retten (65.), aber danach standen die Steinheimer sicher und den Beverungern und Lauenfördern fiel nichts ein außer lang und hoch. Die Entscheidung hatte Alihan Birinci auf dem Fuß, als er nach abgewehrtem Freistoß von Muhammed Bozkurt aus acht Metern frei abzog, aber Max Pape mit starkem Reflex parierte (71.). Zehn Minuten vor Schluss forderten die Gäste Handelfmeter, als Stefan Lübke und Muhammed Bozkurt zum Kopfball hochgingen und Lübke den Ball Bozkurt an die Hand köpfte – der gute Schiedsrichter Yasin Eksi ließ weiterspielen. Und lag damit wohl richtig – aber: eine strittige Situation. Heiko Bonan war sauer. Restlos bedient, schimpfte der Trainer des FC Blau-Weiß Weser: „Die erste Torchance der Steinheimer war drin. Dabei bolzen die ja nur den Ball lang nach vorne und hoffen auf ihre schnellen Stürmer. So fängt man sich ein Tor – aus dem Nichts. Wir hatten bis dahin fünf hundertprozentige Torchancen – die Steinheimer hatten bis zum 1:0 keine einzige Torchance.“ TSC-Coach Norbert Dölitzsch freute sich über den, wie er sagt, „positiven Trend“ seiner Mannschaft: „Jetzt haben wir zweimal mit dem kleinsten aller Ergebnisse sechs Punkte geholt und jetzt bereiten wir uns auf das Nachholspiel vor, das wir am Donnerstagabend unter Flutlicht gegen den starken SV Atteln austragen.“

 

Quelle: FuPA News